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Was Lieblosigkeit sich selbst und anderen gegenüber auslöst

Lieblosigkeit

17.03.2021 – Das Leben geht weiter – unser Leben geht weiter. Und damit wir, anstatt diese herausfordernde Zeit nur zu überleben, trotzdem glücklich leben, heißt es, achtsam mit uns selbst umzugehen. Ganz besonders darauf macht der Neurobiologe und Hirnforscher Gerald Hüther in seinem neuen Buch „Lieblosigkeit macht krank“ aufmerksam. Gerald Hüther, daneben Vorstand der Akademie für Potentialentfaltung und Bestsellerautor, kenne ich übrigens noch als Kollege aus meiner Leipziger Zeit an der Universität.

Wie inzwischen aus der modernen Forschung bekannt ist und wir Therapeuten es täglich erleben, entscheidet die Erfüllung von zwei Grundbedürfnissen darüber, ob wir in unserem Leben glücklich sind. Gerald Hüther bezeichnet sie auch als zwei Instinkte, die in jedem Menschen auf der Welt schlummern. Sie sind bei allen Völkern gleich, nämlich das Bedürfnis nach Verbundenheit und das Bedürfnis nach Autonomie, also Freiheit.

Bedürfnisse nicht ignorieren

Jeder von uns kommt mit diesen elementaren Bedürfnissen auf die Welt. Ob und in welcher Form sie von diesem Startpunkt an an erfüllt werden, ist natürlich sehr unterschiedlich. Als Erwachsene haben wir dann die Chance, selbst etwas dafür zu tun. Die in uns schlummernden Bedürfnisse melden sich als innere Stimme, als innere Signale. Werden sie nicht gehört, geht es uns irgendwann nicht mehr gut. Wir werden körperlich oder seelisch krank, geraten aus dem Gleichgewicht, aus der inneren Balance.

An einem Punkt in seinem Buch stellt Hüther folgende Frage: „Nun mag man sich fragen, wie diese These in eine Zeit der globalen Pandemie, wie der, in der wir uns gerade befinden, passt. Denn gegen manche Erreger bietet auch das stärkste Immunsystem keinen garantierten Schutz. Im Hinblick auf die sogenannten Zivilisationskrankheiten sowie chronische und psychische Erkrankungen kommt man mit diesem Ansatz aber schon recht weit.“

Wer dieses neue lohnenswerte Buch liest, basierend auf den Erkenntnissen der modernen Hirnforschung, wird immer wieder in der Essenz landen: Lieblosigkeit macht krank. Stattdessen liebevoll und würdevoll mit sich selbst umzugehen, stärkt und unterstützt unsere Selbstheilungskräfte. Hüther konstatiert eine zunehmende Ausbreitung von Lieblosigkeit in unserer von ökonomischen Zwängen beherrschten, globalisierten und digitalisierten Welt – sowohl anderen als auch sich selbst gegenüber. Dieses Verhalten unterdrücke die Selbstheilungsfähigkeit, die jeder Mensch in sich trage. Folge ist, dass immer mehr Menschen nicht nur seelisch sondern auch körperlich krank werden, schreibt er.

Lieblosigkeit breitet sich weltweit aus

Gelingt es uns, respektvoll mit unseren Bedürfnissen umzugehen, gelingt es uns auch, die Bedürfnisse anderer Menschen anzuerkennen und wertschätzend miteinander umzugehen. Für mich ein Buch, das Mut macht – gerade auch, weil es auch einen begehbaren Weg als Perspektive aufzeigt.

Und wenn ich mit dem neuen Buch von Gerald Hüther begonnen habe, so möchte ich abschließen mit dem Hinweis auf eines der wichtigsten Bücher in meinem Leben: Es trägt den Titel “Trotzdem Ja zum Leben sagen“, verfasst von Victor Frankl. Es ist das mutmachende Buch eines Wiener Arztes, der im 2. Weltkrieg die Internierung im Konzentrationslager überlebt hat und berichtet, wie es ihm gelungen ist, jeden Tag den Blick aufs Leben zu richten. Es ist ihm gelungen!

Es grüßt herzlich Deva
mit Grüßen von Ela

 

 

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